Bernard Tagwerker: „Bald zeichne ich mit Laser…“

Kürzlich hat der Künstler Bernard Tagwerker den Grafikpreis 2016 der Peter-Kneubühler-Stiftung erhalten. Vor zwei Jahre bekam er schon den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. Und die Liste der Auszeichnungen liesse sich fortsetzen. Denn Tagwerker gehört zu den Grossen in Sachen bildender Kunst, weit über die Grenzen der Ostschweiz hinaus. Logisch war ich gespannt, als ich den früheren Präsidenten der visarte.schweiz in seinem Atelier besuchen und über sein Künstlerleben ausquetschen durfte…..

Künstler werden wollte er schon 1955, erzählt Bernard Tagwerker. Damals war er 13 Jahre alt und lebte mit seinen Eltern, die sich so sehr einen „gescheiten Beruf“ für ihren Sohn gewünscht hätten, im appenzellischen Heiden. Trotzdem unterstützen sie ihren Bub bei seinem Wunsch… und so nahm das Künstlerdasein von Bernard seinen Lauf. Eigentlich war geplant, dass er mir Punkt für Punkt davon erzählt. Aber dann wurde die Unterhaltung so wunderbar bunt, dass es hier nun eine Auswahl von Gesprächssplittern gibt. Zu folgenden Themen…

 … Ausbildung

„Ein Heidener Grafiker – Ruedi  Peter – hat meinen Vater angeregt, ich solle doch die Kunstgewerbeschule absolvieren. Ich ging also zur Aufnahmeprüfung  – und wurde nicht angenommen. Das war ein Schock. Nach zirka einer Woche habe ich mir gesagt, die verstehen einfach nicht,  was ich will. Selbstbewusst und überheblich war ich da. Danach bin ich in St.Gallen zur Textil- und Modeschule. Aber da waren die Aufnahmeprüfungen auch schon durch. Man vertröstete mich auf die Prüfungen im nächsten Jahr. Wieder ein Schock. Da haben die wohl gemerkt, wie enttäuscht ich war und liessen mich aufgrund meiner Mappe ohne Prüfung zu. So kam ich zu einer „anständigen Ausbildung“ – aber ich habe keinen Tag meines Lebens in diesem Beruf  gearbeitet.“

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Bernard Tagwerker in seinem Atelier (Bild: Stefan Rohner)

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„Nach der Ausbildung zum Textilentwerfer bin ich nach München gegangen, mit der Idee, vielleicht dort die Kunstakademie zu besuchen. Da ist mal halt als Schweizer Künstler hin. Denn bei uns gab es ja keine Hochschulen oder Akademien Anfang der 60er. Aber aus München bin ich nach drei Monaten wieder weg. Das war mir viel zu traditionell. Man sollte dort nur „üben“. Kreativ sein, zeitgenössische Entwicklungen verarbeiten… das war nicht gefragt. Ein französischer Student, den ich in München kennen lernte, lud mich dann nach Paris ein. Und so kam ich in die französische Hauptstadt. Ich habe bei meinem Bekannten auf dem Boden geschlafen, weil sein Zimmer so eng war und ich kein Geld hatte, um irgendwo Miete bezahlen zu können. Das war schon eine Erfahrung…

In Paris bin ich dann auf die Académie de la Grande Chaumière, eine Kunstakademie am Montparnasse, die es auch heute noch gibt. Speziell war und ist, dass das eine offene Kunstschule ist, ohne mehrjährige Aufbaukurse. Man konnte sich für Wochen, Tage oder auch nur stundenweise einschreiben, um dann mit oder ohne Korrekturen einer Lehrkraft zu skizzieren. Nach eineinhalb Jahren hatte ich kein Geld mehr und ging fürs erste zurück in die Schweiz.“

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(c) Bernard Tagwerker

… Geldverdienen

„Zurück aus Paris, verdiente ich mir in der Schweiz mein Geld als Tankstellenwart. Bei meinem zweiten Parisaufenthalt (1964-67) bekam ich durch eine glückliche Fügung einen Halbtags-Job in der Druckerei des Verlegerpaars Maeght. Dort wurde auch die Künstler-Edition Derrière le miroir (DLM) realisiert. Ich durfte daran mitwirken und lernte so viele sehr bekannte Künstler, wie etwa Miro, Calder, Riopelle und auch Giacometti kennen. Sie liessen ihre Lithografien dort drucken. Ausserdem kam ich so halbwegs über die Runden. Erst im Alter von 55 Jahren konnte ich von meiner Kunst soweit leben, dass ich ohne Nebenjobs auskam.“

… Ausland, Teil ll

„1967 ging ich wieder nach St.Gallen zurück, schon mit dem Wunsch im Kopf, irgendwann auch mal in New York zu leben und zu arbeiten. Diesen Wunsch erfüllte ich mir 1976. Ich bin rüber, mit nichts als einem Touristenvisum in der Tasche und hatte ausser Flug und Hotel nichts weiter gebucht.  Glücklicherweise hatte ich aber Kontakt zum Schweizer Künstler Pierre Haubensak, der zu dieser Zeit auch in NY lebte. Er bot mir an, sein Atelier zu nutzen…. und so ergab irgendwie eines das andere. Ich blieb schliesslich bis 1986 in NYC und war in dieser Zeit nur ein einziges Mal in der Schweiz. Es waren spannende Jahre. Ich habe gesehen, wie schnell und radikal sich diese Stadt verändert. SoHo hat sich aus dem Nichts zum angesagten Künstlerviertel entwickelt, in dem sich dann unter anderem die „Stars“ aus der Kunst- und Experimentalfilm-Szene trafen. … wenn auch nur bis zirka 1980. Dann verlagerte sich die Szene. Als ich 1986 tatsächlich und dauerhaft in die Schweiz zurückkehrte, war das schon sehr eigenartig.“

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(c) Bernard Tagwerker

… Gestalterisches

„In meiner Kunst spielt der Zufall eine grosse gestalterische Rolle. Mit ihm arbeite ich, um die Gefahr von Wiederholungen oder Routine einzudämmen. Wenn ich das Gefühl habe, ich weiss, was heraus kommt, dann gehe ich weiter zu etwas anderem. Aktuell arbeite ich daran, Zeichnungen mit dem Laser zu realisieren. Das ist eine sehr elegante Art des Zeichnens, da es berührungslos geschieht. Ich bin gespannt, wie sich dieses Projekt entwickelt.“

Ein herzliches Dankeschön an Bernard Tagwerker, dass er sich die Zeit für dieses Gespräch mit mir genommen hat!!!

Und wer mehr über ihn wissen will, wird hier fündig:

Beitrag SRF , Lexikon SIKART oder in diesem Magazin-Beitrag

 

BILDER 
Werkabbildungen: Bernard Tagwerker
Bild Bernard Tagwerker: Stefan Rohner – hier seine Website

Benno Meier, Gossau (SG)

Wer Benno Meier ist: 1972 geboren in Zuckenriet (SG). 1992 Lehrabschluss als Elektroniker. Abschluss Berufsmittelschule. 1994 Reisen in USA und Südamerika. 1999 Beginn autodidaktisches Malen. Ab 2003 eigenes Atelier. Absolvierte diverse Kurse zur Malerei, u.a. an der Schule für Gestaltung bei Karl Fürer, Claudia Züllig und Helmut Sennhauser.

Ausstellungen (Auswahl): 2009: Galerie vor der Klostermauer, St.Gallen/ 2013: Kultur im Bahnhof, St.Gallen / 2015: Galerie im Rank, Sirnach (TG)/ 2016: Galerie Sonja Bänziger. Mehr Infos findet man zudem auf seiner Website

Lukmanier

Benno Meier: „Lukmanier“ (2015), Acryl auf Leinwand, 100 cm x 80 cm

Das berichtet Benno Meier zu seinem Werk:

„Das Bild heisst Lukmanier. Ich habe es am Fusse des Lukmanierpasses im Bündner Oberland gemalt . Dort war ich für eine Woche, genauer gesagt in Trun. Und von dort aus habe ich gemalt. Lukmanier ist aus dem Lateinischen abgeleitet und heisst so viel wie „Grosser Wald“. In der Sonja Bänziger Galerie habe ich im Februar 2016 die aktuellste Arbeit zum Thema Wald ausgestellt. Andere Wälder habe ich an anderen Entstehungsorten gemalt – so etwa in der Umgebung von Gossau, wo auch meine Atelier und Wohnhaus ist. Lukmanier ist übrigens der der Wald, der am weitesten entfernt von meinem Atelier liegt.

Das Bild hat übrigens seinen Namen bekommen, bevor ich herausgefunden hatte, dass Lukmanier  „Grosser Wald“ bedeutet. Ein Zufall?“

Konzerte, die Gegenpol zum „Event“ismus sind

Ausgewiesene Könnerschaft, enge Beziehungen zu den von ihm engagierten Künstlern und Musik jenseits des Mainstreams – darauf setzt Richard Butz bei seinem Konzertformat „kleinaberfein“. Es ist eine Philosophie, mit der der Jazzexperte und Musikkritiker im Laufe von bald fünf Jahrzehnten an die 450 Konzerte organisiert hat. Und das nächste steht in den Startlöchern. Am 25. September ist der israelische Saxophonist Gilad Atzmon in St.Gallen zu Gast. Hier die Konzertdaten und einiges mehr…

Wenn Richard Butz nach Musikern für seine Konzertreihe „kleinaberfein“ Ausschau hält, dann kommt dabei am Schluss immer etwas Besonderes zustande. Wie etwa das Engagement des Saxophonisten Gilad Atzmond & The Orient House am 25.September. Erwarten darf der Besucher dann Weltmusik-Jazz, der orientalische Klänge, Modern Jazz und jüdische Kletzmer-Musik miteinander verbindet.

„Jazz ist aber nur das eine,“ sagt Richard Butz. “ Ich bin musikalisch in zwei Richtungen aufgestellt. Die eine ist ganz klar Jazz, aber in einer modernen Form. Dixieland beispielsweise mache ich nicht. Besonders liegt mir hingegen zeitgenössischer Jazz aus Südafrika am Herzen…. Bei der zweiten Richtung setze ich auf  „Weltmusik“ – world music. Und zwar aus drei Musikkulturen: Die eine ist klassische indische Musik. Da mache ich jedes Jahr ein Konzert. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf neuer finnischer Volksmusik. Finnland ist beim St. Galler Nordklang-Festival halt kaum drin. Da pflege ich das bevorzugt. Und als drittes bringe ich Musik aus Afrika und dem arabischen Raum. Aus diesen Interessen kommt dann ein sehr ausgewähltes Programm (zum Downloaden) zustande.“

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Musik, die ohne Elektronik auskommt (Foto: Peter Hummel)

Butz macht bewusst nur zehn Konzerte im Jahr, diese auf höchstem Niveau, mit reinster Überzeugung und vollem Einsatz. „Ich mache nur, was mir gefällt“, sagt er. „Und ich setzte mit meiner Konzertreihe ganz gewollt einen Gegenpunkt zu dem, was ich gerne „Event“ismus nenne. Ich bin nämlich skeptisch gegenüber Festivalformaten. Anstatt ein Festival aus dem Boden zu stampfen, ist es mir wichtiger, regelmässig kleinere Sachen, die dafür auf hohem Niveau, anzubieten.“

Hohes Niveau statt Festival-Hype

Diese Niveau erreicht der Konzertmann auch damit, dass er Musiker über eine längere Zeit immer wieder live hört, ihre Entwicklung verfolgt und dann gezielt für seine Anlässe auswählt. „Alle Künstler, die in den nächsten Monaten bei mir auftreten, kenne ich schon lange und sehr persönlich. “

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Zeit für persönlichen Austausch (Foto: Peter Hummel)

Nach Gilad Atzmon bringt Butz im Oktober den Posaunisten Samuel Blaser in die Ostschweiz. Im Dezember folgen noch die in Kamerun geborenen Musiker Lucas Niggli (Percussion) und Jan Galega Brönnimann (Saxophon). Gemeinsam treten diese dann mit dem Balafon-Musiker Aly Keita von der Elfenbeinküste auf und lassen Erinnerungen an Afrika aufleben..

Die nächsten Konzerte bei „kleinaberfein“

  • sonntag, 25. september, 17 uhr *gilad atzmon & the orient house
    gilad atzmon
  • sonntag, 30. oktober, 17 uhr
    samuel blaser trio
  • sonntag, 4. dezember, 17 uhr
    lucas niggli (drums und perkussion), jan galega brönnimann (saxofone),aly keita (balafon)

konzertort: centrum dkms, diözesane kirchenmusikschule, auf dem damm 17 / gallusplatz (eingang neben drogerie), 9000 st.gallen
türöffnung: jeweils 16.30 uhr
eintritt: chf 30.- / 25.- für schülerinnen und studierende / 15.- mit kulturlegi / * ausgenommen 25.9. (gilad atzmon & the orient house): chf 35.- / 30.- / 17.-
reservationen: bis konzerttag, 11 uhr, unter: kontakt@kleinaberfein.sg / am konzerttag, von 13.00 uhr bis 16.30 uhr, unter: 079 / 861 26 59 (bitte keine sms!)

 

(Bildrechte: Richard Butz)

Margrit Edelmann Oertli, St. Gallen (SG)

Wer Margrit Edelmann Oertli ist: Geboren 1946 in St.Gallen und auch dort aufgewachsen. Im Alter von 19 Jahren Umzug nach Paris zum Arbeiten und für die künstlerische Ausbildung. Rückkehr in die Schweiz und 1960 Heirat mit Josef Edelmann.  Kurse an der Kunstgewerbeschule. Gelernte Textildruckentwerferin. Nach 12-jährigem „Zwischenstopp“ in Gommiswald Rückkehr nach St.Gallen in den 80-er Jahren. Ab 1987 Malerin und Plastikerin im Hauptberuf.  1989 Begegnung und spätere Heirat mit dem Maler und Bildhauer Max Oertli.

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Das sagt Margrit Edelmann Oertli zu:

Malerei und Plastik: „ Mich reizt beides. Doch die Plastik fällt mir leichter. Da liegt wohl meine grössere Begabung. Das Körperhafte liegt mir in den Fingern. Ich liebe als Materialien Bronze und Zement. Doch Bronze ist so teuer. Zement ist günstiger und ebenso wetterbeständig. Ausserdem fasziniert mich am Zement, wie dieses bewegliche Material aushärtet und zu Stein wird. Im Plastischen bin ich übrigens immer figürlich. Da reizt mich der Mensch als Motiv. Meine Malerei hingegen ist immer abstrakt.“

Motive und Körperlandschaften: „Ich erschaffe ruhige, in sich ruhende Gestalten. Die Botschaft an den Betrachter ist: Hier bin ich, hier steh ich. Mein Anliegen ist, dass die Figuren beruhigen. Ein Motiv, auf das ich mich gerne einlasse, sind „Köpfe“. Viele sagen, diese hätten was Orientalisches. Aber das ist nicht geplant. Das entsteht einfach so. Da geht es mir ums rein Formale. Die Form, die ästhetische Verteilung von Proportionen ist ohnehin wichtig in meinem Tun. Als ich anfing, haben mich Frauenrechtlerinnen wegen der Ausformung meiner weiblichen Skulpturen  kritisiert: `Grosser Arsch, kleiner Kopf‘ , haben sie gesagt. Aber ich mache das nur, weil ich grosse Köpfe nicht ertrage…

Was mich im Moment besonders umtreibt, ist auch die Darstellung alter Menschen. Sie sind für mich gelebte Körperlandschaften. Ich finde es schön, das Gelebte zu sehen. Alter und Zerfall ist da nichts Negatives. Eigentlich ist „Alter“ lediglich eine Zeitbeschreibung.  Ich bin auf der Suche nach der Zeitlosigkeit.“

Standpunkt: „Ich mache keine Auftragsarbeiten. Wer etwas von mir kaufen will,  muss nehmen, was aus mir rauskommt. Im Moment bin ich an einem Punkt, wo ich denke: „Was ich sagen wollte, habe ich gesagt.“ Ich habe Angst vor Wiederholungen… daher mache ich nun Pause und lasse das Weitere offene.“

Mehr zur Künstlerin findet sich in diesem Artikel

Kontakt: margrit-oertli@bluewin.ch

 

Ein Theater geht ins Schloss

Das Diogenes Theater in Altstätten… das ist: ein traumhafter Garten, in dem immer wieder Open-Air-Aufführungen stattfinden. Ein Zuschauerraum im Inneren mit 120 Sitzen. Und ein ausgewogenes Programm mit Promis, Newcomern und Eigenproduktionen. Heidi und Michel Bawidamann lenken als Co-Präsidium mit acht weiteren Vorständen die Geschicke der 1978 gegründeten  Einrichtung. Demnächst gehen sie nun wohl unter die „Schlossherren“. Wie? Davon berichten sie hier.

Das Diogenes Theater ist seit fast vierzig Jahren eine feste Grösse in der kulturellen Landschaft des Rheintals. Doch wie ging’s los? 1978 begann alles mit der Gründung eines Theatervereins. Damals mischten fast ausschliesslich „Theaterverrückte“ mit, kulturinteressierte Laien. Diese machten primär Eigenproduktionen und legten auf Witz – nicht selten mit spitzer Zunge – Wert. Das brachte ihnen immer volle Sitze.

Und heute?  Heute ist Diogenes noch immer ein Verein. Mittlerweile mit rund 540 Mitgliedern und einem zehnköpfigen, ehrenamtlich tätigen Vorstand. Ausserdem gibt es einen zuverlässigen Stamm an tollen freiwilligen Helfern. Ohne die könnten wir den ganzen Betrieb nicht stemmen….

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Diogenes Theater Altstätten

Was hat sich sonst noch seit damals getan? Wer tritt heute hier auf? Gibt es noch immer Eigenproduktionen? Eigenproduktionen gehören fest in unser Konzept. Wir haben sie deswegen auch in unseren Statuten verankert und bringen mindestens einmal jährlich eine auf die Bühne. Darüber hinaus halten wir Ausschau nach talentierten professionellen Newcomern. Und wir arbeiten schon lange mit bekannten Künstlern wie Andreas Thiel, Dodo Hug oder Gerhard Polt zusammen. Zudem holen wir gute Regisseure zu uns, die hier Produktionen realisieren. Erst neulich hat Kristin Ludin bei uns eine Bühnenfassung von „Giulias Verschwinden“ inszeniert – basierend auf dem Drehbuch vom bekannten Martin Suter.

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Première von „Giulias Verschwinden“

Spannend! Aber nicht unbedingt „leichte“ Kost. Wer begeistert sich für das Programm, das Sie anbieten? Unser Publikum ist die Generation ab 35PLUS. Wir stellen fest, dass jüngere oft einfach aus beruflichen und familiären Gründen noch keine Musse fürs Theater haben. Trotzdem sind wir natürlich ein Theater für jede Altersklasse. Bei uns können Kinder Theaterkurse besuchen und das Erprobte danach aufführen. Und demnächst kommt noch etwas Neues hinzu: Diogenes-Eigenproduktionen des AST (Altstätter Senioren Theater). Das ist dann eine Plattform, die Pensionären die Gelegenheit zum Theaterspielen gibt.

Es tut sich also wirklich was im Diogenes-Theater. Oh ja, und es wird sich noch mehr tun (lachen). Denn wir wollen an einen neuen Standort.

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Open-Air-Event im Park

Aber wieso das? Ihr Raum fasst immerhin 120 Gäste. Und in dem traumhaften Garten draussen realisieren Sie regelmässig Freilicht-Anlässe! Wozu wechseln? Unsere Idee ist, das  Theater im Zentrum der Stadt und zwar im Schloss Prestegg neu zu etablieren. Es soll ein Kulturhaus entstehen, in dem Synergien leben und in dem ein reger Austausch stattfindet. Übrigens hätten wir da auch einen wunderbaren Schlossgarten vor der Türe….

Wie konkret ist diese Idee bereits? Es gibt schon noch einiges zu tun. Aber wir führen intensive und gute Gespräche mit den Beteiligten. Die Pläne wurden zum Beispiel mit dem Besitzer des Schlosses, der Museumsgesellschaft, bereits ausgearbeitet. Und wir sind mit den Institutionen, die uns finanziell und ideell unterstützen, in Kontakt. Wir sind auf einem guten Weg.

Herzlichen Dank an Heidi und Michel Bawidamann für dieses Gespräch und die Bereitstellung des Bildmaterials.

Und hier findet sich das Programm zur aktuellen Spielzeit. Hingehen!

Wanted: Performance-Künstler!

*5ünfstern offene künstlerateliers findet alle drei Jahre in Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen und Thurgau statt. Im Frühjahr 2017 geht das Event nun zum vierten Mal über die Bühne – und diesmal werden fünf Performances in Zügen, die in der Ostschweiz verkehren, den Anlass begleiten. Bis 31.Oktober können sich Künstler, die diese Performances realisieren wollen, noch bewerben. Die Details dazu gibts hier!

Die Ausschreibung richtet sich an Kunstschaffende, die in Ausbildung sind oder deren Abschluss nicht weiter als fünf Jahre zurück liegt. Ihre Performance-Idee für eine Bahnstrecke oder für das Kunst(Zeug) Haus (Rapperswil-Jona) können sie bis zum 31. Oktober 2016 (Einsendeschluss) an diese Adresse senden:

performance@fuenfstern.com

Bewerbungen erfolgen bitte ausschliesslich elektronisch, als PDF, ggf. mit Links (Vimeo, Youtube) zu Dokumentationen erfolgen. Die Korrespondenzsprache ist deutsch.

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Eine Jury wählt aus den eingereichten Bewerbungen sechs Kunstschaffende oder Künstlergruppen aus. Jede Künstlergruppe erhält eine Entschädigung von insgesamt CHF 2‘000.-, allein performende Kunstschaffende CHF 1‘500.-. In diesem Betrag sind sämtliche Spesen, Fahrtkosten, Aufbau, Technik, Material, Installation, Demontage etc. enthalten.

Als Bewerbungsunterlagen sind einzureichen:

• Ausgefülltes Teilnahmeformular (siehe unten)
• Konzeptskizze der Performance
• Informative Dokumentation der bisherigen künstlerischen Tätigkeit inkl. Kurzbiografie
• Evtl. Videobeispiele

Hier geht’s zu den ausführlichen Informationen mit allen Terminen und dem Anmeldungsformular:

Ausschreibung_Performances_2017

Also. Idee austüfteln und Bewerbung abschicken!