Schöne Ausstellungen, spannende Aufführungen, interessante Kunstschaffende und noch mehr

Musiksonntagost bei kleinaberfein

Am kommenden Sonntag, den 17. Januar, startet die Kulturinitiative kleinaberfein in die neue Saison. Und zwar geht’s los mit dem „2. Musiksonntagost“. kleinaberfein -Macher Richard Butz erklärt, dass diesmal der Jazz im Mittelpunkt stehe. Aber es gibt auch, sagen wir mal so: „sparten-ausbrechende Querschläger“ – im besten Sinne. So setzen diesmal drei Autorinnen literarische Akzente. Veranstaltungsort ist der Musiksaal des Centrum dkms. Das ist „Auf dem Damm 17“ am Gallusplatz im Herzen von St.Gallen. 

Schnell noch ein paar Wörtchen, was kleinaberfein eigentlich ist. Vor allem für diejenigen, denen es neu ist. kleinaberfein präsentiert acht bis zehn Mal im Jahr aussergewöhnliche Musik – zumeist in Kleinformationen. Dabei kommen mal regionale, mal nationale und auch mal internationale Musiker zum Zuge. Immer wieder gibt es übrigens auch Literatur zu erleben, dann jedoch meist in irgendeinem Kontext mit Musik.

kleinaberfein bringt Jazz

Beim „2. Musiksonntagost“ nun widmet sich kleinaberfein einen ganzen Tag lang dem musikalischen und literarischen Schaffen der Region Ostschweiz.

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Das Trio „Rosset Meyer Geiger“

Um 10.30 h gehts los. Dann eröffnen die drei Autorinnen Erica Engeler, Christine Fischer und Monika Slamanig zusammen mit Brigitte Meyer am Cello den Musiksonntag. Über den Tag hinweg zeigen Musiker wie Michael Neff (Trompete), Fabian Müller (Piano), Dusan Prusak (Kontrabass) oder auch Kontrabassist Marc Jenny, dieser mit einem Soloprogramm, ihr Können. Den „Schlussakkord“ um 17 h setzt das Trio „Rosset Meyer Geiger“. Alle Konzerte können einzeln besucht werden. Tages- und Nachmittagskarten sind ebenfalls erhältlich.

Hier zum Download: Der Flyer Musiksonntagost2 mit sämtlichen Zeiten und Künstlern

Eine Reservation bis spätestens zum 16. Januar unter diesem Kontakt ist ratsam.

(Bilder: Richard Butz)

Künstler entdecken – HEIMSPIEL-Doku-Stelle gucken

Alle drei Jahre findet in der Ostschweiz ein öffentlich ausgeschriebener Kunstwettbewerb für die bildenden Künste statt. Er heisst HEIMSPIEL. Künstlern, denen es gelingt, die Jury von ihren Arbeiten zu überzeugen, winkt die grosse Chance, in einem etablierten Museum ein Werk auszustellen. Dass dabei natürlich nur ein Bruchteil der über 460 Bewerber zum Zuge kommt, ist klar. Doch auch die anderen erhalten eine Plattform für die Präsentation ihres Wirkens: Im Rahmen einer für das Publikum zugänglichen Doku-Stelle! Dieses Jahr ist diese im Nextex St.Gallen. DIE Gelegenheit für Kunstinteressierte, noch unentdeckte Talente aufzuspüren.

Ab 11. Dezember bis 21. Februar 2016 gibt es an vier Tagen in der Woche die Möglichkeit, hunderte von Dossiers zu durchschmökern und sich einen fabelhaften Überblick über das intensive Kunstschaffen der Ostschweiz zu verschaffen. Ich persönlich finde es eine klasse Gelegenheit, sich einmal ausserhalb eines Museums eine eigene Meinung zu Kunst zu bilden. In Museen hat man ja meistens den Druck, alles , was gezeigt wird, als Kunst zu wertschätzen. Selbst dann, wenn man nichts damit anfangen kann. Aber irgendein Kurator hat einem das nun vor die Nase gesetzt. Und ausserdem hat man teuren Eintritt bezahlt. Das Kunstwerk kritisch zu hinterfragen traut man sich fast garnicht mehr….

Freiraum für die eigene Meinung

Die Doku-Stelle hingegen gibt Raum, nach Lust und Laune zu gucken, zu bewundern und auch verständnislos den Kopf zu schütteln. Dabei ist sie in diesem Jahr fast selbst sowas wie ein Kunstwerk. Mittels einer Holzinstallation, die ein bisschen an einen riesengrossen Gartenzaun erinnert, werden alle Dokus knapp unter der Decke aufgereiht. Man muss also etwas Engagement an den Tag legen, um sich der Kunst anzunähern: nämlich hinauf klettern und sich ein auserwähltes Dossier schnappen.

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Ein anderes „Nice-to-have“, das den Besuch der Doku-Stelle lohnenswert macht, ist der Spielautomat „Kunst-Bandit“. Drei gleiche Symbole bringen einen Gutschein. Als Preise winken Atelierbesuche sowie persönliche Gespräche mit Kurator_inn_en und Künstler_inn_en.

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Geöffnet ist die Doku-Stelle bis und mit 21. Februar 2016 jeweils

Di / Sa / So 13 – 17 Uhr , Do 13 – 22 Uhr

Am 24., 25. und 31. Dezember 2015 sowie am 1. Januar 2016 bleibt sie geschlossen.

 

Und alle Infos zum Heimspiel, den teilnehmenden Künstler_inn_en und Museen gibt es bei Alles übers HEIMSPIEL.

 

 

 

Rilkes „Das Marien-Leben“ made by Thomas Fuhrer

 

Thomas Fuhrer blickt auf über 30 Jahre Theatererfahrung zurück. Nach seiner Schauspielausbildung in Bern, war er auf zahlreichen Bühnen im In- und Ausland zu Gast. Die Städtischen Bühnen in Frankfurt/Main, das Düsseldorfer Schauspielhaus oder das Berner Stadttheater sind nur einige davon. Bald bringt der 1955 geborene Fuhrer nun eine Eigenproduktion auf die Bühne: Seine Interpretation von Rilkes Gedichtzyklus „Das Marien-Leben“. Premiere ist am 9. Dezember im Theater 111 an der Grossackerstrasse 3 in St.Gallen. Was genau sich dahinter verbirgt hat Thomas Fuhrer mir erzählt.

 

Um wieviel Gedichte gehts eigentlich beim „Marien-Leben“ von Rilke?

Das sind insgesamt 15 Stück. Oder besser: 13 – wobei das 13te aus drei Gedichten besteht. Ich habe die Gedichte in einen szenischen Ablauf gebracht und hoffe die Zuschauer / Zuhörer 45 Minuten in den Bann ziehen zu können (lacht).

Verrätst du auch etwas zu den Inhalten? Wovon handeln die Texte? 

Im Grossen und Ganzen handelt der Zyklus von der Geburt Mariens bis hin zu ihrem Tod. Es sind 15 lyrische Texte, die Rilke im Januar 1913 innerhalb sehr kurzer Zeit – wohl zirka eine Woche – bei einem Venedigbesuch verfasst hat.

 

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Wie bist du auf diese Gedichte gestossen und was macht den Reiz einer Inszenierung für dich aus?

Die Gedichte kenne ich schon seit einigen Jahren. Und ich wollte immer irgendwas damit anstellen. Im vergangenen Juli  war dann der richtige Zeitpunkt dafür. Und was mich reizt daran? Mmmh. Es sind Gedichte, die man lange auf sich wirken lassen muss, die man gut kennen muss. Das Thema „Das Leben der Maria“ ist irgendwie in einer „Zwischenwelt“ angesiedelt, abgehoben. Das auf die Erde runterzuholen… das ist spannend.

 

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Und wie holst du es auf die Erde runter? Ich stelle mir vor, du setzt dich einfach auf die Bühne und rezitierst los?

Na ja, (lacht) so einfach mache ich es mir dann doch nicht. Ich habe mir bei Bukowski einen Charakter, eine Figur, geborgt. Charles Bukowski ist ein Autor, der Geschichten über das Leben derer schreibt, die gescheitert sind. Die mit Armut, Alkohol und Elend zu kämpfen haben. Diese Bukowskische Figur mache ich zu meinem „Vermittler“. Maria als Gestalt ist hierzu Gegenpol. Sie kann nichts umhauen: überraschende Schwangerschaft, Flucht, Hinrichtung des geliebten Sohnes. Maria – Bukowski….. für mich ist das ein spannungsgeladener Kontrast.

Wow, klingt ganz schön vielschichtig,was du da auf die Bühne bringst.

Tja, ich hoffe, das es das auch ist. Es ist ein Versuch. Und es ist schwierig, das in wenige kurze Worte zu fassen. Ich denke, am Besten kann ich das dann tatsächlich auf der Bühne transportieren.

(Fotos: Samuel Forrer)

 Aufführungen im Dezember

9./ 11./12. /17./ 18./ 19. Dezember 2015
je 20.00 Uhr
Reservation 079 436 59 35
thomasfuhrer@vtxmail.ch
Türöffnung 45 Min vor Beginn

 

 

 

Mehr Informationen im Flyer zum „Marien-Leben“ FlyerHimmelErde und unter Programm Theater 111

Wenn die Hand das Denken weiterführt

«Das Denken unterbrechen. Eine Ausstellung über Zeichnungen, Notizen und Ideenskizzen»  eröffnet am kommenden Sonntag, 22. November um 16 h in der Kunstbibliothek des Sitterwerks. Auch wenn ich noch nichts davon gesehen habe, bin ich sicher, dass diese Ausstellung sich lohnt. Und als  absoluter Fan der Kunstgiesserei und der Kunstbibliothek werde ich sie bestimmt nicht verpassen.

Und das sagen die Macher selbst darüber: „Die Ausstellung «Das Denken unterbrechen» vereint ein gemeinsames Element der Stiftung Sitterwerk und der Kunstgiesserei St. Gallen: Das Skizzieren und Zeichnen als der Moment, in dem die Hand das Denken weiterführt.

Aus beiden Institutionen kommen Beiträge zusammen, die mit Positionen von Architekten, Gestaltern und Künstlern aus dem In- und Ausland kombiniert werden. Der heimliche Star der Ausstellung ist die Werk- oder Konstruktionsskizze, die flüchtige Zeichnung, die dann zum Einsatz kommt, wenn eine gestalterische Aufgabe im Kopf nicht gelöst werden kann – die Hand und der Bleistift übernehmen und bringen die Gedanken aufs Papier.“

 

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Eröffnung
Sonntag, 22. November 2015, 16 bis 19 Uhr
mit Buchvernissage von Mathew Kneebone, Mechanical Systems Drawing Vol. 2
Begrüssung um 17 Uhr, im Anschluss Suppe und Getränke

Finissage
Sonntag, 14. Februar 2016, 14 bis 17 Uhr
mit einer Intervention von Monika Bartholomé und dem Museum für Zeichnung

 

Mehr zur Ausstellung Das Denken unterbrechen

Malerei & Skulptur: „Chaminar“ (TG)

Am kommenden Samstag, 14. November, eröffnet in Frauenfeld um 17.30 h eine Ausstellung, auf die ich mich persönlich sehr freue. Unter dem Titel Chaminar gibts dann im Berner Haus Arbeiten von zwei  Ostschweizerinnen zu bestaunen, die ich schätze: Claudia Züllig (Malerei) und Birgit Widmer (Skulpturen). Veranstalter der Ausstellung, die bis zum 13. Dezember läuft, ist übrigens der Kunstverein Frauenfeld.
Wer Claudia Zülligs Schaffen kennt, weiss es -und wer ihren Arbeiten zum ersten Mal begegnet, muss wissen: Immer schon lag der Fokus ihrer Bildmotive auf der Natur. Egal ob Blattmotive, Wälder, Frauenkörper (der Körper als „Landschaft“) oder Landschaften aus Fels und Schnee.

Motivjagd im Gebirge

Claudia Züllig hat mir einmal verraten, dass sie sich oft mit Stift und Leporello bewaffnet auf Streifzüge ins Gebirge begab, um dort ihre Motive zu finden. Da wurde dann skizziert, einzelne Steine als ganze Miniaturmassive wahrgenommen. Und nochmals skizziert. Es entstanden Blatt um Blatt ganze Bergketten, neue Topografien, die so in keiner echten Landschaftskarte zu finden sind.

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Malerei von Claudia Züllig

In der Ausstellung Chaminar  zeigt Züllig nun u.a. Malereien, die den Grundgedanken dieser Zeichnungen weitertragen. Sie kommen mit wenigen Farben aus, sind monochrom gehalten. Mit gezielter Licht- und Schatten-Setzung, mit klaren Linien, wo nötig – und bewusstem Verwischen, Verunklaren entstehen so ihre stimmungsvollen und fast abstrakt anmutenden Bilder.

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Holzarbeiten von Birgit Widmer

Soviel zu den Landschaften. Man darf sich auch auf mehr freuen, wenn man Chaminar als Besucher durchstreift: Zum Beispiel Frauengestalten aus Claudia Zülligs Pinsel und wunderbare Holzarbeiten von Birgit Widmer. Logisch, dass meine Devise lautet: Selber-Gucken!

 

Ausstellungsadresse:
Bankplatz 5 / Freiestrasse
(Bei der kath. Kirche)
8500 Frauenfeld

geöffnet:
Sa 10 – 12 und 14- 17 h
So 14 – 17 h
Und wer noch Infos aus weiteren Quellen wünscht… hier gehts zur Website vom Berner Haus
und zu den Seiten von Claudia Züllig und Birgit Widmer

„Melonenstrasse“ – Bilder gehen spazieren

Wer Lust auf eine Vernissage der etwas anderen Art hat, sollte sich keinesfalls die Gruppenausstellung „Melonenstrasse“ entgehen lassen. Denn hier gibt’s für einmal die Chance, den Künstler bereits beim Transport seines Werkes hin zum Ausstellungsort zu begleiten. Besammlung für den „Werktransport“ ist am 11. November um 18 h auf dem „Roten Platz“ in St. Gallen. Dann geht’s weiter zur Sattelkammer an der Teufenerstrasse 45, dem eigentlichen Ausstellungort. Dort werden die Arbeiten platziert und mit einer offiziellen Vernissage ab 19 h der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ich hatte Gelegenheit, mit den Initianten der „Melonenstrasse“ zu reden: Den Vorständen des Dachateliers – Harlis Schweizer (künstlerische Leitung),  Dominik Rüegg (Events) und Brigitte Keller (Events) – sowie mit Karin Locher (Geschäftsstelle) und Fabienne Lussmann (Künstlerin). Sie erzählten von ihrem Ausstellungskonzept. Und hier sind die Antworten – voilà.

 Wie seid ihr auf die Projektidee einer „Wandersaustellung“ gekommen.

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Arbeit von Fabienne Lussmann

Jeder Künstler musste schon mal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln irgendeines oder auch mehrere seiner Werke zu einem Ausstellungsraum transportieren. Oft wird man in solchen Situationen dann von Passanten angesprochen, weil man eben ein Gemälde unter dem Arm klemmen hat. So ergeben sich spannende Unterhaltungen. Wir dachten uns also: Diesmal beginnt die Ausstellung für das Publikum nicht erst dann, wenn jedes Bild an der Wand hängt. Sondern bereits eine Stufe früher – nämlich während des Transports.

Ausserdem steckt auch der Gedanke des gegenseitigen Unterstützens und Netzwerkens zwischen Kunstschaffenden mit drin. Das letzte Stückchen, bevor man an die Öffentlichkeit geht, bewältigen wir diesmal gemeinsam.

Wieso eigentlich der Titel „Melonenstrasse“?

Die Bushaltestelle unterhalb des Dachateliers heisst so. Und wir stellen ja in der Sattelkammer aus, die zum Dachatelier dazu gehört. Da hat sich das angeboten.

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Arbeit von Dominik Rüegg

Schon Museen und Galerien haben Probleme damit, Besucher anzulocken. Meint ihr, es gelingt mit diesem ungewöhnlichen Ausstellungskonzept besser?

Uns geht es – okay, das klingt jetzt irgendwie schräg – nur teilweise um das Publikum. Ebenso wichtig für diese Projekt ist uns auch die Zusammenarbeit unter den Künstlern und was daraus weiter entsteht. Wir haben gar nicht den Ansatz, möglichst viel Publikum anzulocken.

Zudem hoffen wir natürlich auch auf die Neugierigen, die zufällig vorbei kommen und dann einfach stehen bleiben und sich darauf einlassen.

Wie seid ihr an die Künstler gekommen, die hier mitmachen?

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Arbeit von Claudia Züllig

Wir haben die angefragt. Und zwar ziemlich querbeet. Wir wollten Teilnehmer, die wir kennen und deren Arbeit wir schätzen. Aus unterschiedlichen Stilrichtungen und Altersklassen. Wer mitmachen wollte, konnte. Erstaunlicherweise gab es auch fast keine Absagen.

Ausserdem kuratieren wir die Ausstellung nicht. Wir vertrauen den Mitwirkenden, dass jeder schon das richtige Gespür haben wird, welches Werk er zeigt.

Am „roten Platz“ stehen ja die Künstler neben ihren Arbeiten. Als lebendiges „Aushängeschild“ sozusagen. Fürchtet ihr nicht, die Besucher begucken dann eher die Künstler und reden mit ihnen, als dass sie die Arbeiten anschauen?

Die Leute sind oft dankbar, wenn es quasi wie einen Vermittler gibt, der ihnen was zu einem Bild erzählt: Hier ist es idealerweise sogar der Schöpfer der Arbeit selbst. Wir denken nicht, dass das Kunstwerk an Bedeutung verliert. Vielmehr rechnen wir damit, dass man leichter Zugang zum Werk bekommt, wenn man mit einem Menschen drüber reden kann. Und so weniger Berührungsängste hat.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch!

 

Mitwirkende Kunstschaffende: Leo Braun, Peter Dew, Adrian Bünzli, Fabienne Lussmann, Harlis Schweizer, Brigitte Keller, Marcel Winter, Nilo Stilhard, Bobby Moor, Daryl Schiltknecht, Claudia Züllig, Tom Schildknecht, Rahel Flückiger, Anabel Schmid, Stefan Schöbi, Dominik Rüegg, Domenic Lang, Annina Thomann, Stéphane Schweizer, Simon Hauser

Die Veranstaltungsdaten:

11. November
ab 18.00: Wanderausstellung – Treffpunkt Roter Platz (Raiffeisen) um 18.00 Uhr
19.00-22.00: Vernissage mit Ansprache Daniela Mittelholzer, Barbetrieb

12. November
19.00-22.00: Ausstellung offen (Barbetrieb)

13. November
19.00-22.00: Finissage, Sprechperformance mit Kawa, Apéro riche, Barbetrieb

Sattelkammer Dachatelier, Teufenerstrasse 75, 9000 St.Gallen

 

Und hier gehts zur Website des Dachatelier und zum PDF mit Infos zum dachatelier

lesung mit david signer

Wer sich mal Bildende Kunst und Literatur im Doppelpack zu Gemüte führen will, kann dies bestens am kommenden Donnerstag, 29. Oktober tun. Dann liest Autor, Ethnologe und NZZ-Redakteur David Signer im St. Galler Projektraum Nextex aus einer Reihe seiner Werke vor. Im Anschluss daran gibt’s Gelegenheit, noch die aktuelle Ausstellung am Ort selbst zu betrachten: Unter dem Titel „floating senses“ zeigen drei Kunstschaffenden aus drei Ostschweizer Kantonen ihre Arbeiten. Beginn der Lesung ist um 19 h am Blumenbergplatz 3 in St. Gallen.

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David Signer

David Signer wurde 1964 in St. Gallen geboren und hat unter anderem Ethnologie studiert. In diesem Fach hat er den Doktortitel erworben und anschliessend einige Jahre in Afrika und im Nahen Osten verbracht. Aus seinen dort gewonnenen Eindrücken heraus ist ein Werk entstanden, das den Titel »Die Ökonomie der Hexerei oder Warum es in Afrika keine Wolkenkratzer gibt« trägt. Hierin gibt er Einblicke, wie sich der Hexereiglauben auf die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas auswirkt. Eine Reihe weiterer Bücher folgten, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem St. Galler Künstler Andrea Corciulo. Frisch aus der Presse ist übrigens soeben Signers neustes Buch  „Grenzen erzählen Geschichten – Was Landkarten offenbaren“ gekommen. Ich freu‘ mich schon jetzt auf die Lesung des sympathischen Herrn mit Doktortitel!

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In der Ausstellung „floating senses“ der drei Kunstschaffenden Rahel Müller, Simon Gehrig und Andrea Giuseppe Corciulo, die noch bis 26. November im Nextex präsentiert wird, geht um Arbeiten auf Papier.

Jeder der Künstler bedient sich dabei aber ganz unterschiedlicher Techniken. Eindrückliche Holzschnitte, eingefrorene Filmsequenzen, fragile Fotocollagen und weiter verarbeitete Punktebilder werden da gezeigt. Lesung und Ausstellung sind übrigens gratis.Die Veranstalter freuen sich aber, wenn man einen kleinen Beitrag in die Kollekte leistet.

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(von links nach rechts: Gehrig, Corciulo, Müller)

Ort: Nextex, Blumenbergplatz 3, St. Gallen

Datum: Donnerstag, 29. Oktober, 19 h

Hier klicken für mehr NEXTEX

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ort: Nextex, Blumenbergplatz 3, 1. OG, St Gallen.
Donnerstag, 29. Oktober von 19-22 h 

gutes tun und kunst gewinnen!

Kunstschaffende machen sich für Flüchtlinge stark. Dafür findet am Freitag, 16. Oktober 2015  in der Militärkantine St. Gallen eine Benefizveranstaltung statt. Die Einnahmen dieses Anlasses gehen an das Solidaritätsnetz Ostschweiz.

Flyer

 

 

Ab 10 Uhr geht es bei der Militärkantine in St.Gallen los. Neben Musik und einem kulturellen Programm wird unter anderem eine Tombola veranstaltet, bei der es Kunstwerke namhafter Ostschweizer Künstler und Kulturpreise zu ergattern gibt.

Lika Nüssli, eine der Organisatorinnen der Benefizveranstaltung, hat etwas über die Entstehung erzählt.

 

Lika, wie kam es zu dem Projekt? Vor 4 Wochen habe ich einige befreundete Künstler angefragt ob sie mit mir zusammen eine Benefizveranstaltung machen wollen. Das Echo war postwendend. Wir wollen etwas tun. Wir wollen uns engagieren. Wir wollen solidarisch sein. Bald hatten wir ein Programm für den Abend und für den ganzen Tag zusammen. Beatrice Dörig und Tine Edel haben sich sofort zur Organisationsmithilfe entschlossen.

Wer sonst unterstützt euch bei der Umsetzung? Die Militärkantine zeigte sich bereit, uns ihren Saal zur Verfügung zu stellen und arbeitet unentgeltlich für das Buffet zum Abendessen. Saiten schenkte uns eine halbe Seite Inserat usw. Von vielen Stätten aus der Stadtkultur kam Unterstützung, ein tolles Gefühl für den Ort in dem wir leben. Zeitgleich findet in der Grabenhalle eine Benefizveranstaltung mit eigenem Programm statt.

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Am gesamten Anlass gibt es ja eine Reihe sehr unterschiedlicher Sachen zu erleben. Was aber würdest du selbst als Herzstück der Veranstaltung betrachten? Herzstück ist die Kunst-Tombola. Bei dieser können Kunstwerke namhafter Künstler und Künstlerinnen der Region und Gutscheine von lokalen Kulturinstitutionen mittels Losankäufe gewonnen werden. Am Nachmittag gibt’s Yoga und eine Erzählstunde für Kinder. Ab fünf Uhr steht ein Buffet bereit. Und am Abend erlebt man tolle Stimmen und Musiker wie Manuel Stahlberger, Renato Kaiser, Andrea Gerster, Enrico Lenzin und Marc Jenny auf der Bühne. Den Moderator mimt Etrit Hasler – einen Besseren hätten wir für diesen Job nicht gewinnen können.

Danke für das Gespräch und viel, viel Erfolg mit eurer Veranstaltung!!

 

Und diese Kunstschaffenden spenden ihre Werke für die Kunst-Tombola

Georg Gatsas, Andy Guhl,Sebastian Stadler,Vera Marke,Monica Germann&Daniel Lorenzi, Felix Stickel,Birgit Widmer,Hans Schweizer, Susann Albrecht, Marianne Rinderknecht, Josef Felix Müller, Othmar Eder, Stefan Rohner, Jonny Müller, Eva Kindlimann, Gilgi Guggenheim, Liz Gehrer,Susanne Hofer, Katalin Deér, Alex Hanimann, Andrea Vogel, Beni Bischof, Jürg Rohr, Teresa Peverelli, Norbert Möslang, Barbara Bär, Claudia Valer, ZündWerk, Daniela Villiger&Regula Pöhl, Lika Nüssli, Tine Edel, Beatrice Dörig, Herbert Weber, Karin Karinna Bühler, Marlis Frei Popp, Frank Keller, Marcus Gossolt, Roland Rüegg, Andrea Corciulo,Vera Ida Müller, Stefanie Montagna, köfer | hess (Andri Köfer und Robert Hess)

SPENDEN Alle Spenden gehen ans Solidaritätsnetz Ostschweiz.

Die Organisatoren freuen sich über zahlreiche Besucher, die so ihre Solidarität mit den Flüchtlingen demonstrieren!

Zum Programm der Veranstaltung

birgit widmer zeigt „real and imagined“ (ar)

Unter dem Titel „real and imagined“ gibt es ab dem 25. September wunderschöne Skulpturen von Birgit Widmer zu sehen. Ausstellungsort ist das Appenzeller Volkskunde Museum Stein (AR). Am besten, man nutzt gleich die Gelegenheit und geht morgen auf die Vernissage ab 19 h. Wer jetzt keine Zeit hat, muss aber nicht traurig sein. Die Ausstellung läuft nämlich bis 28. Februar 2016.

 

Das Tolle an Birgit Widmers Holzskulpturen ist, wie ich finde, ihre Oberflächenbehandlung. Ihre Arbeiten sind nicht momumental, sondern klein und fein. Mit (wie es scheint) wenigen gekonnten Eingriffen am Holz arbeitet sie das Wesentliche ihrer Motive heraus. Der Ausdruck, der so entsteht, ist grandios. Gerade, weil dem Betrachter noch die Freiheit bleibt, sich Details hinzuzudenken. Alles in allem sind Ihre Arbeiten über die Masse lebendig. Klasse.

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Birgit Widmer ist 1964 in Flawil geboren. Nach dem Besuch der Schule für Gestaltung in St. Gallen arbeitete sie im Atelier in Bühler. Längere Aufenthalte führten sie nach Algerien und Finnland. Seit 1991 lebt und arbeitet sie in Gais. Birgit Widmer ist im Vorstand der Visarte Ost, welche jungen Kunstschaffenden im St. Galler Projektraum Nextex eine Aussstellungs- und Diskussionsplattform bietet. Im Rahmen eines Artist in Residence-Stipendiums des Kantons AR hat sie 2013 eine Zeit lang in Varkaus/Finnland verbracht. Dort hat sie sich stark dem Studium der Bildhauerei gewidmet sowie Projekte in einer Papierfabrik realisierte.

Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man zeichnen. (Birgit Widmer)

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Die Kuratoren der Ausstellung beschreiben Widmers Schaffen so: „Birgit Widmer ist bekannt für ihre feinsinnigen Zeichnungen und modellhaften Skulpturen. … das Spontane und Intime, wie es der Zeichnung eignet, möchte Birgit Widmer auf die Skulptur übertragen. Und so entwickelte sie ihr Konzept der Miniaturdarstellung. Es ist eine stille Welt, die uns die Künstlerin vor die Augen führt.“

 Website Birgit Widmer und zum Appenzeller Museum

 

„young artists on campus“ an der hsg (sg)

Jeder der in der Region lebt, hat schon von ihr gehört: Von der HSG St. Gallen. Was dennoch die wenigsten wissen ist, dass dort auch Werke weltbekannter Künstler ein Zuhause haben. Diese „Wissenslücke“ will die HSG nun schliessen.  Der Anlass „Intervention – Young Artists on Campus“ bietet vom 28.9. bis 2.10. Workshops, Gespräche und Führungen mit jungen Kunstschaffenden, die helfen, sich an das Thema „Kunst“ heranzutasten. Eine tolle Chance für Studierende, Dozierende und Bevölkerung, „ihre“ HSG mal ganz anders kennen zu lernen.

 

Christina Lüthy, Projektleiterin von „Young Artists“, hat ein bisschen über ihre Idee erzählt.

Wie kam es zu der Idee, eine derartige Veranstaltung durchzuführen? Wieso „Neulinge“ an Bord holen, wo doch internationale „Superstars“ in der Sammlung der HSG zu finden sind und man mit diesen grossen Namen auch Publikum anlocken kann? Christina Lüthy:  Die Idee für  die Intervention kam, weil die Kunst an der HSG in unseren Augen in der Öffentlichkeit aber auch bei den Studierenden zu wenig wahrgenommen wird. Wir wollten temporär jüngere Kunstpositionen an die Uni bringen, die etwas weniger „klassisch“ sind und sich mit ihrer Präsenz (Performances, Aktionskunst, Multimediale Installationen) stärker in den Alltag der Studierenden einbringen. So machen sie Kunst an der Universität als Ganzes sichtbar. Zudem wollten wir den Dialog über Kunst auf dem Campus anregen.

kunstsammlungen neu entdecken

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In der Einladung heisst es, man lädt zu „Neuentdeckungen“ ein. Was soll ich mir als Besucher/Teilnehmer darunter vorstellen?  Wir möchten es den Besucherinnen und Studierenden ermöglichen, die Universität und ihre bestehende Kunstsammlung neu zu entdecken und sie gleichzeitig für junges Kunstschaffen zu begeistern. Die Woche lädt mit seinem vielschichtigen Rahmenprogramm und insbesondere seinen Workshops zudem dazu ein, verschiedene Bezüge zwischen Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft zu erkunden und neue Antworten zu finden auf die Frage: Why Art?

 

Welche „Spielräume“ in Wahrnehmung und Denken – so heisst es auf dem Flyer – erhofft man sich idealerweise mit den Kunstinterventionen auf dem Campus zu eröffnen. Die vier Arbeiten, die von der Jury ausgewählt wurden, stellen implizit unterschiedliche Fragen: Was ist ein Künstler und wie entsteht Kunst? Wie produzieren wir Wert und woraus? Wann sind wir relevant? Was für eine Rolle hat eine Wirtschaftsuniversität heute in der Gesellschaft etc.? Wir erhoffen uns, dass die Besucher und Studierenden durch die Kunstinterventionen auf eine spielerische Weise dazu angeregt werden, neu über bestimmte Aspekte der Gesellschaft, der Wirtschaft oder des Lebens nachzudenken.

 

Für mehr Infos gibts hier das PDF zum Anlass: Programmflyer_intervention