Engländerbau Vaduz: Himmelsrichtungen und Erinnerungen
Öffnungszeiten
Mo-So 13-17 Uhr, Di 13-20 Uhr
Geschlossen : 10.10.- 24.10.2016
Der Eintritt ist frei
Kunstraum Engländerbau, Im Städtle 37, FL-9490 Vaduz
Mo-So 13-17 Uhr, Di 13-20 Uhr
Geschlossen : 10.10.- 24.10.2016
Der Eintritt ist frei
Kunstraum Engländerbau, Im Städtle 37, FL-9490 Vaduz
Über Margot Schneider: geboren 1951, lebt und arbeitet sie in St. Gallen. Die Künstlerin besuchte die Hochschule für Gestaltung in Zürich und Meisterkurse im Ausland. Seit 2013 ist sie Mitglied der visarte ost – überdies ist sie Mitglied der Gilde Schweizer Bergmaler, wo sie in der Aufnahmekommission tätig ist. Ihre Werke präsentiert Margot Schneider in Ausstellungen im In- und Ausland.
Seit bald 20 Jahren wird die Künstlerin und ihr Werk permanent durch die Galerie KUNST7 am oberen Zürichsee vertreten.
„Ammonite turquoise“ | 100 x 140 cm | Oel auf Leinwand
Zum Werk
„Ich bin fasziniert von den Ammoniten, ich liebe und sammle sie. Was packt mich immer wieder von neuem? Die dreidimensionale Spiralform des Ammoniten zieht mich hinein – und hinaus, wechselnd, je nach meinem Befinden. Weiter suche ich nach Zusammenhängen zwischen der genialen Form des Ammoniten und der mathematischen Fibonacci-Zahlenfolge. Die mathematische Fibonacci-Folge, dass sich jede Zahl aus der Addition ihrer beiden vorangehenden Zahlen ergibt, zeichnet grafisch umgesetzt eine Spirale. Die Spirale kommt dreidimensional vor, unter anderem in Spiralnebeln des Weltalls, in Fischschwärmen, dort als organisiertes Chaos …
Bei der künstlerischen Umsetzung der Ammoniten gehe ich von deren Fotografie aus. Ich bearbeite die Foto mit dem Photoshop. Den veränderten Ammoniten bringe ich mit Ölfarben auf grossformatige Leinwand. Die Auseinandersetzung der dreidimensionalen Wirkung fordert mich von neuem heraus.
Seit 2005 bilden die Gletscher der Alpen den Schwerpunkt meiner künstlerischen Auseinandersetzung. Das Abschmelzen des Eises, die zerklüfteten Eismassen, die Moränen, die Urkräfte der Landschaft, setze ich in Werkgruppen um.“
Südostschweiz: „Die St. Galler Künstlerin schafft Werke von ungewöhnlicher Dynamik. Sie sind von aussergewöhnlicher Kraft und Eindringlichkeit und bestechen durch Plastizität und Tiefe.“
Art Profil: „Wahrnehmungsphänomene künstlerisch umsetzen … eine Kunst, die aus der Natur schöpft, sich aber nicht nachahmend versteht. Margot Schneider spürt in ihren Bildern den Energien nach, welche den äusseren Erscheinungen zugrunde liegen.“
Wer Werner Steininger ist: 1949 geboren und aufgewachsen in Heiden. Lehre als Instrumentenoptiker, Werklehrerausbildung in Zürich, Bergführerausbildung, HPS Ausbildung Zürich. Seit 1986 freischaffend als Maler und Bergführer. Lebt und arbeitet in Gais. Teilnahme an diversen Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl): 2014 – Kunsthalle Ziegelhütte, Appenzell / 2011- Weg, Kultur im Bahnhof, St.Gallen /2009 – Malerei, Altes Zeughaus,Herisau.
1991 ausgezeichnet mit dem 1. Preis Schweizer Bergmaler. Ankäufe und Werke in Sammlungen bei Amt für Kultur, Appenzell Ausserrhoden, Kulturkommission Kanton Appenzell Innerrhoden, Spital Herisau, Spital Heiden, Spital Appenzell.
zum Bild: O.T. (aus Marrakesch) 2015, Öl auf Leinwand, 120cm x 120cm
Der Ursprung des Bildes:
Meine Malkurse in Marokko.
Da fertigte ich verschiedene Skizzen am berühmten Jemaa el Fna in Marrakesch an.
Es ging mir um das immer wieder veränderbare Bild eines Platzes, aus dem Blick von oben.
Der Platz Jemaa el Fna ist das pulsierende Herz der Medina.
Mehr Informationen zu Werner Steiniger liefert zudem dieser Zeitungsartikel
Wer Ute Klein ist: Ute Klein (*1965) studierte an der Universität Bern und an der Gestaltungsschule M+F Luzern. Artist in Residence im Künstlerschloss Plüschow (D), in der Fundaziun Nairs (CH), in der Cité des Arts Paris (F) und in Melbourne (AUS). 2014 erschien das Buch „fluss“ bei Scheidegger&Spiess mit Texten von Dr. Katharina Ammann und von zwei Umweltingenieurwissenschaftlern der ETH.
(„fluss“ ist eine wirklich wunderschön gemachte Monografie – sollte man unbedingt mal einen Blick hineinwerfen!)
Ute Klein ist Mutter von zwei Söhnen (2001, 2004). Sie lebt und arbeitet in Amriswil. www.uteklein.ch
return, 2016, Wandmalerei, Acryl auf Spritzkabinenwand,
Werkstatt Martin Vock, Bischofszell
Ute Klein über ihre Arbeit „return“:
„Ich habe diese Arbeit gewählt, da sie eben erst fertig wurde und an einem speziellen, etwas versteckten Ort weiterhin zu entdecken ist.
Meine Wandmalereien entwickle ich für den Ort: hier eine Malerwerkstatt im alten Papieri-Fabrik-Areal von Bischofszell, direkt neben der Sitter.
Der Malermeister musste aus seinen früheren Werkstatträumen raus und hat anstelle eines (oft langweiligen,) landschaftsverbauenden Neubaus ein altes Gebäude renoviert. Neben der Werkstatt rauscht das Wasser im Fluss und im Kanal; das Wasser trieb die historischen Industrien an und wurde vielseitig genutzt.
Meine Papierarbeiten, die den Wandmalereien zugrunde liegen, heissen alle „fluss“. Sie entstehen, in dem ich verdünnte Farbe auf den liegenden Bildträger kippe und das Papier dann bewege, manchmal mehrfach kippe und bewege, dann trocknen lasse.
Dabei lenke ich und lasse fliessen, verdecke, verwerfe und wähle.
Für die Werkstatt, die mich auch als lebendiger fachkundiger Farb-Arbeitsort interessiert und die ich als spannende Umgebung für eine Arbeit von mir sehr schätze, habe ich einen „fluss“ gewählt, und den Farbfluss am Computer für die Türeingangs- Um-die-Ecke-Wandsituation zerschnitten und neugeordnet.
Dabei interessieren mich das Rein- und Rausfliessen, das gemeinsame Ziehen wie die etwas andere Fliessart der Einzellinien.
Eine Form auf eine Wand zu übertragen, verändert ihre Wahrnehmung. Um die Ecke zu malen erweitert die Form ins Räumliche und ins Neue. Um die Ecke malen geht nicht ohne um die Ecke zu denken und das ist im Leben und im Arbeitsalltag immer wieder nötig und erfrischend.
Vorgestellt habe ich mir die Malerei aus dem Blickwinkel des auf die Werkstatt Zukommenden und aus jenem des im Raum Arbeitenden.
Die Ansicht durch das offene Werkstatt-Tor habe ich erst beim Fotografieren entdeckt.“
Zur Person: Herbert Kopainig, Jahrgang 1952, arbeitet im Thurgau an einem Gesamtwerkszenarium, das er als „INSTITUT PANOPTIKUM wundersam“ in den unzugänglichen Territorien von „Terra Incognita“ seit drei Jahrzehnten entwickelt und aufbaut. Die Räume des Institutsgebäudes greifen die Überwachungsstruktur des PANOPTIKUM-Gefängnis-Bauprojekts des britischen Philosophen Jeremy Bentham auf. Im Gebäudekomplex befinden sich 9, im Kreis angeordnet, konzeptionelle Imaginations-Areale, die er in thematischen Teilaspekten bei Ausstellungen als Heterotopien und Wahrnehmungs-Environments inszeniert. Dabei handelt es sich um raumgreifende, archetypische Szenarien und Wunderkammern, Blackbox-Video-Installationen mit monumentalen Malereien und fotodokumentarischen Weltreiseberichten.
2012 erhielt Kopainig den Förderbeitrag des Kantons Thurgau. Und bereits 2004 würdigte der Kanton St. Gallen sein Schaffen mit einem Werkbeitrag.
(Wilderberger Konferenz: bemalte Eichenholzkasten-Konstruktion mit eingepasstem Bild auf Leinwand Acryl, H: 210cm/B: 180cm/T: 20cm mit rotem, ziehbarem, rotem Seidenvorhang)
Herbert Kopainig zur Arbeit „Wilderberger Konferenz“:
„Apropos PUCK… hinter den Churfirsten rumort der Berg. Die Wilderberger haben sich erneut getroffen. Die geheime Konferenz fand dieses Jahr auf einem abgeschotteten Berghügel der Ostschweiz hinter den sieben Gipfeln der Churfirsten, im grossen Kreis der Delegierten statt. Der Künstler Herbert Kopainig hatte die Ehre eingeladen worden zu sein, nur um ein Bild zu malen. Verschwiegen von den Massenmedien bleibt der genaue Ort der Veranstaltung jedoch weiterhin geheim, ebenso was dort nach eingehenden Konsultationen und Referaten der hochrangigen Teilnehmerschaft, in epochalen Beschlüssen, nach einer globalen Agenda gefasst, letztendlich auch beschlossen wurde…“
Für Neugierig! Weitere Informationen über Herbert Kopainig und sein „Panoptikum“ liefert dieser Zeitungsartikel.
Das sagt Karl A. Fürer über sich: Im Januar 1946 auf diesem Planeten erwacht, mich umgeschaut und eingetastet. Mit 18 Jahren über die Berufslehre (Gestalter), über Freunde und Bekannte, vertiefte Begegnungen mit der Welt der Kunst, Malerei, Bildhauerei, Literatur, Poesie, Musik, Psychologie und Philosophie. Wunderbare Welt die feinstofflichen Welten hinter der Welt. Ich bin fasziniert, neugierig, und komme davon nicht mehr los. Was gibt es spannenderes, so ist das Leben Abenteuer, Geheimnis und unendlich tief. Künstlerische Arbeit wird Weggefährte und Reisebegleiter. Seit 1971 Ausstellungen und Arbeiten im öffentlichen Raum. Seit 1975 verschiedene Lehraufträge an der Schule für Gestaltung vertiefen die Begegnungen mit der Kunst und Poesie.
Und das sagt er über sein Arbeiten: Malen und Zeichnen ist Werkzeug, um in der Welt unterwegs zu sein, ein Instrument um meine Sinne zu verfeinern, tiefer zu schauen, zu hören und über- und nachzudenken. Meine Malereien sind Lieder, Gesänge, Tänze, für einen Moment erstarrte Musik, mein Atelier ist Laboratorium.
Mehr zum Künstler auf seiner Website und in diesem Zeitungsbericht
Ende Februar hat Karl Fürer übrigens im Architekturform St. Gallen ausgestellt. Hier das gesamte Jahresprogramm Lagerhaus 2016
Wer Haviva Jacobson ist: Geboren 1961 in Maayan Baruch, Israel. Studium in Jerusalem, Tel Aviv und Florenz. Seit 1992 lebt und arbeitet sie in Appenzell . Im Laufe der Jahre hat sie in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen ihre Werke gezeigt. 2001 erhielt Haviva Jacobson den Förderpreis der Innerrhoder Kunststiftung. Website
Haviva Jacobson über ihr Arbeiten:
Ihre unmittelbare Umgebung liefert häufig den Anstoss für ein Werk. Doch geht es Haviva Jacobson nicht darum, diese dann abzubilden. Es ist das Gefühl des Eintauchens in die Sommerwiese vor ihrem Fenster oder die Stimmung, die die dunklen Tannen vor dem Haus ihr vermitteln, was die Künstlerin in ihrer Malerei ausdrücken will. Haviva Jacobson trägt ihre selbstgemischten Pigmentfarben in vielen Schichten übereinander auf Holzplatten auf, um sie immer wieder abzuschleifen, abzukratzen oder unter dem Wasserhahn wegzuspülen.
«Ich arbeite mit relativ viel physischer Kraft», sagt die zierliche Künstlerin. Durch diese Vorgehensweise erzielt Haviva Jacobson sowohl zarte, fast flüchtige Farbeffekte als auch Tiefe. (Christina Genova, 2015)
Zur Bilderreihe Unterwegs: Landschaften, Aussichten, Fragmente und die Erinnerungen daran bilden die Basis dieser Arbeit. Dunst, Hauch, wechselhafte Gerüche und Stimmungen, umformuliert in Flächen und Farben sind die Essenz dieses Schaffens. Farben in gebleichten Tönen, aufgetragen in mehreren Schichten auf Gross- und Mittelformate. Imaginäre Plätze, Orte und Ecken. Auf der Durchreise, in provisorischen Stationen und mit dem Blick mal nostalgisch zurück mal hoffend nach vorne, sei es beim Malen oder im realen Leben.
Noch bis 20.3. ist Haviva Jacobson in der Galerie vor der Klostermauer zu sehen. Hingehen lohnt sich!
Im Architektur Forum Ostschweiz an der Davidstrasse 40, St.Gallen wird am 25. Februar um 18.30 h eine Ausstellung eröffnet, die sich zu besuchen lohnt. Unter dem Titel «Vom Klang der Welt – Bilder und Objekte»zeigt Karl A. Fürer in einer retrospektiv konzipierten Ausstellung bis 20. März seine Werke.
Karl ist seit vielen Jahren als Künstler aktiv , hat aber auch junge Kunstschaffende als Lehrer unterrichtet und sie auf ihrem Weg zu einem eigenständigen künstlerischen Ausdruck begleitet.
Ab nächsten Donnerstag nun eröffnet im Architektur Forum St.Gallen eine Ausstellung, in der Fürer stark der Frage nachgeht: Wie lässt sich Musik künstlerisch darstellen? Denn seiner Ansicht nach klingt die Welt – und das muss man doch auch malen können!
Musik, als Kunstform, die eben noch besteht und dann im nächsten Moment bereits vergeht, übersetzt Fürer für sich in Bilder. Ganz der Intuition folgende mal er Farbklänge, bildet Töne mal hell, mal dunkel nach und führt dem Betrachter vor, wie Rhythmus und Bewegung einer Melodie in die bildende Kunst übertragen werden kann.
Seine aus allen Schaffensphasen zusammengestellten Werke präsentieren sich so, wie die Organisatoren es formulieren, in einer „dichten, sinnlichen Inszenierung“.
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 25. Februar, 18.30 Uhr
26. Februar – 20. März 2016
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 14 – 17 Uhr
Städtische Ausstellung im Lagerhaus, Architektur Forum Ostschweiz, Davidstrasse 40, 9000 St.Gallen. Patronat: Stadt St.Gallen
Mehr Infos auf dem Flyer zur Ausstellung
Wer Giancarlo Bolzan ist: Der Künstler ist 1963 geboren und lebt und arbeitet in Kreuzlingen. Der Autodidakt konzentriert sich bei seinem Schaffen auf die figurative Malerei. In ihrem Zentrum steht der Mensch, dessen Werden und Vergehen. Deutliche Schwerpunkte bei der Motivwahl liegen auf den Themen Geburt und Tod. Giancarlo Bolzan ist in etlichen Sammlungen vertreten und regelmässig in Einzel- sowie Gruppenausstellungen zu sehen. Mehr zu Giancarlo Bolzan findet man auf seiner Website
Zum Werk: „Im Griff“, 2013, 160 x 180cm, Acryl auf Leinwand. Die Arbeit „Im Griff“ befasst sich ein weiteres Mal mit einem der Kernthemen innerhalb Bolzans Schaffen: Dem Tod.
Hier vor allem geht es um die Angst vor demselben, die Todesangst. Alles schreit hier vor Auswegs- und Hoffnungslosigkeit. Die Farbe Rot ist dominant und versinnbildicht Blut und Schmerz.
Das Opfer im Vordergrund ist klar erkennbar. Der Täter hingegen nur ein schwarzer Schatten, ein Symbol der Gewalt. Die Waffe in seiner (?) Hand ist transparent. Dient diese vielleicht nur als Metapher? Als Metapher für die Enge eines Systems, das uns alle gefangen hält. Und was ist die Lösung? Aufgaben, Suizid… oder doch der Kampf?
Wer Barbara Bär ist: Geboren 1962 in Winterthur. Weiterbildung an der HDK Zürich Malerei. Praktikum Fotografie und Keramik. Ausgedehnte Reisen Russland/Asien/Australien. Seit 2005 Mitglied visarte ost, Berufsverband visuelle KünstlerInnen der Schweiz. Lebt und arbeitet in St. Gallen. Bär hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen mitgewirkt. Seit 2010 wird sie durch die Galerie Daniel Tanner in Zürich dauerhaft vertreten. Website von Barbara Bär
Zum Werk –„aquatic-plastic“ (Mischtechnik auf Leinwand – 100 x 130 cm , 2012). Fein wie Wasserlilien wirken die zusammengepressten Pet-Flaschen, Abfallprodukte unserer Zeit, die sich vor einer Gebirgskulisse in einem See spiegeln oder ihn zu durchdringen scheinen. „Es könnte so schön sein“ . Doch die Harmonie der scheinbar vollkommenen Landschaft ist gestört.